Euphorika : Tags : Anderswo
Bilder vom Kanal
jensr
09:39Uhr | tag: Anderswo
Ich hab jetzt letztens mal meine Kamera mitgenommen und ein paar Bilder vom Kanal nahe meiner Arbeitsstelle gemacht.
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Kailoi
18:07Uhr | tag: Anderswo
Im Supermarkt gehe ich an einem Kühlregal vorbei, in dem vorgekühlter Champagner angeboten wird. Ich frage mich, ob ich so etwas schon einmal gesehen habe. Habe ich aber nicht.
Ich bin froh, dass ich keine Geschichten mehr darüber schreiben muss, wie ich zum Beispiel eine Küchenspüle installiere, weil Herr A. und Herr C. diesen Themenkomplex schon in Perfektion vorgelebt haben. Ich kann ihren inneren Kampf nachfühlen, weiß jetzt, wie viele falsche Teile es in einem Baumarkt neben dem einen richtigen gibt, das in einem anderen Baumarkt erhältlich ist.
Ich sehe einen Tag in der Zukunft, an dem ich nach Hause komme und mich eine unerträgliche Langeweile überkommt, weil ich keine Lampe mehr installieren, keine Entscheidung für das richtige Sofa mehr treffen und nichts mehr durch das ganze, verdammte Treppenhaus tragen muss. An diesem Tag werde ich einige Minuten mit dem Durchblättern einer Illustrierten verbringen oder einen Podcast produzieren. Vielleicht werde ich auch ein Buch schreiben oder eine Diätsuppe mit ordentlich Schnittlauch kochen oder im Internet eine Geflügelschere aus Titan bestellen.
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Kailoi
20:44Uhr | tag: Anderswo
Vor meiner Tür wurde neulich ein neues Einkaufszentrum eröffnet. Darin sind alle großen Marken vertreten. Bekleidungsgeschäfte, Super- und Drogeriemärkte und diverse Imbissketten haben sich dort eingefunden.
Was mich wunderte war, dass das zu erwartende Bombardement mit Werbegeschenken bei der großen Eröffnung sehr mager ausfiel. Längst kann ich mich nicht mehr für bunte Aufkleber, Schirmmützen, Kugelschreiber und derartigen Firlefanz begeistern. Doch seine vollständige Abwesenheit erstaunte mich. Sind das die an zahllosen Stammtischen der Republik beklagten "schlechten Zeiten"? Die Kinder wurden mit diversen Luftballons abgespeist. Meistens sogar mit ganz billigen ohne Helium, lediglich durch einen Plastikstiel aufgerichtet.
Kaum Eröffnungsangebote, keine großartigen Shows. Nur ein paar scheußliche Clowns, die minder appetitliche Schokoherzen austeilten oder Gutscheine, die nicht das Papier wert waren, auf dem sie gedruckt wurden. Gewinnspiele gab es reichlich. Die naive Hoffnung, ein bescheuertes Moped zu gewinnen, konnte man sich aber auch an den Hut stecken. Vielmehr hätte man Visitenkarten an die Geschäftsinhaber verteilen können mit dem ausdrücklichen Wunsch, doch bitte den Briefkasten mit reichlich Werbeblättern zu befüllen.
Voll war es trotzdem. Ob es die Hoffnung auf ein kleines Werbegeschenk, einen Gutschein, Rabatt oder ein Moped war, Neugier oder Langeweile - ich kann es nicht sagen. Bei den bekannten Fastfoodrestaurants schien sich jedenfalls ein Vakuum zu füllen. Die Bewohner dieser Neubausiedlung - überwiegend Mitbürger mit Migrationshintergrund - stürmten das Hamburgergeschäft, als hätte in unserem Land ein langjähriger Mangel an Cholesteringranaten und schlabbrigen Fritten bestanden.
Jedenfalls ist es jetzt kein Problem mehr, mal ein paar neue Socken zu kaufen, wenn die alten nicht mehr gut riechen und/oder nicht mehr zusammenpassen wollen.
Auch die berühmten Zubereiter länglicher, belegter Brote habe ich schon in Anspruch genommen, wenn mir die abstoßende Atmosphäre der WG-Küche zu sehr auf den Geist ging, oder am Sonntag kein einziger verdammter Discountmarkt geöffnet hatte (wird sicher auch bald kommen).
Doch was ist die Moral von der Geschichte? Was will uns der Autor damit sagen? Will er uns etwas sagen? Tut mir Leid, im Moment überschlagen sich die Ereignisse bei mir. Zum Glück im positiven Sinn. Unerwartet bin ich in ein spannendes Pokerspiel geraten. Ich muss es zu diesem Zeitpunkt noch so verschleiert ausdrücken. Was die Intention der Geschichte angeht: Wulluwalla.
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Kailoi
20:25Uhr | tag: Anderswo
Der vorerst letzte Bericht dieser kleinen Serie spielt in meiner Übergangswohnung. Es handelt sich dabei um ein Studentenwohnheim. Unbesehen mietete mich meine Frau hier ein, da die Zeit drängte und die Gelegenheit günstig war. Ich erwartete den klassischen 70er Jahre Zweckbau aus grauen oder erfolglos farbig gestalteten Betonfertigteilen, eine verschmutzte Bude mit verblichenen Spanplattenmöbeln mit abgewetzten Ecken.
Manchmal lohnt es sich, von einem worst-case-scenario auszugehen, denn in diesem Fall wurde ich äußerst positiv überrascht. Das Wohnheim ist ziemlich neu. Ein Designobjekt, in den Farben weiß, rot und dunkelgrau gehalten. Zwar Stahl und Beton, doch auf zeitgemäße Art verarbeitet, so dass man beim Anblick der Hausfassade nicht sofort in Depressionen verfällt.
Die Inneneinrichtung ist kühl und cool, weist witzige Details auf. Zum Beispiel sind die Schiebetüren von Garderobenschrank und Wandschrank gleichzeitig die Tür zum Bad, bzw. zum kleinen Eingangsbereich. Möbel und Einrichtungsgegenstände mit mehrfachen Funktionen waren schon immer ein geheimer Traum von mir. Auch wenn man in diesem Fall die schwierige Entscheidung zwischen einem verschlossenen Bad und einem verschlossenen Garderobenschrank treffen muss - denn nur eines geht. Einige andere Details, wie versteckte Klappfächer im Schrank gefallen mir ebenfalls gut. Außerdem gibt es ein langes Wandregal, in das auf der Höhe des Bettes eine Lampe integriert ist. Insgesamt ein schlichtes und doch gemütliches Designkonzept.
Die Gemeinschaftsküche ist ebenfalls schick, weist jedoch WG-typische Schwächen wie grausig versiffte Kühlschränke und Backöfen auf. Niemand bringt den Müll weg, die edle Designkubusatmosphäre macht ihre Bewohner also nicht zu edlen Menschenwesen.
Die Bewohner hier sind ohnehin ein ungewöhnlicher Fall: Am Anfang habe ich noch alle freundlich gegrüßt. Nachdem dieses allerdings mit dummen, fragenden oder gar feindlichen Blicken und Schweigen beantwortet wurde, steckte ich mir mein "hallo" und achte darauf, den Kontakt mit den anderen Bewohnern zu meiden, wie es hier üblich zu sein scheint.
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Kailoi
21:00Uhr | tag: Anderswo
Da ich wohl nicht mehr lange hier sein werde, reiche ich noch grad eine Kuriosität aus meiner Münchner Straße nach:
Es gibt hier einen Discount-Metzgerladen. Vielleicht taucht jetzt auch bei Euch ein Gedankenbild auf. In meinem Fall ist es meine innere Stimme, die einen unsichtbaren Schalter betätigt, um einen verstärkten Hall-Effekt zu aktivieren. Mit einer Intensität, mit der ein Schausteller den Start der nächsten Runde ankündigt, höre ich die zwei Worte, welche die innere Stimme meinem Bewusstsein mitteilen möchte: Vorsicht! Gammelfleisch. Bisher ungeschriebene Zeitungsartikel tauchen vor meinem inneren Auge auf, Visionen von durchwachten Nächten auf der Toilette und schaurigen Entdeckungen beim Biss in die Fleischwurst drängen sich auf.
Mehr noch, wenn ich die Schilderung vom Ambiente des Ladens anfüge. Ein deutliches Statement macht der Laden am Abend, nach Ladenschluss. UV-Lampen locken die magische Leuchtkraft aus den gelben und orangefarbenen Papierschildern, auf denen mit schwarzem Filzstift verlockende Angebote aufgemalt sind. Der Rest des Ladens, U-förmig aufgestellte Kühltheken treten im violetten Dunkel zurück, wecken Unruhe in mir. Billiges Fleisch in ultraviolettem Schein - man fühlt sich auf dem Weg nach Haus vor die Tür eines Bordells in Bangkok versetzt - eiligen Schrittes geht man weiter, die nächste Assoziation ist die einer schlechten Geisterbahn. Nicht fern ist die lebhafte Phantasie von Horrorfilmen, die Discount-Metzgerei und ihr schreckliches Geheimnis, wir wollen uns nicht mit womöglich wahr werdenden Details aufhalten.
Diesen Laden habe ich am heutigen Morgen betreten. Ich wollte nicht, dass meine Geschichten stets vor den Türen der eigenartigen Geschäfte stattfinden, dass die Handlung allein in meiner wirren Gedankenwelt stattfindet. Ja, am Ende könnte man noch auf die Idee kommen, mich einen Feigling zu schimpfen, der ich ohne Zweifel nicht bin räuspert sich betont und blickt fordernd in die Runde.
Das Problem ist, dass man für gewöhnlich etwas kauft, wenn man einen Laden betritt. Ich habe dann zwei Knackwürste gekauft. Für ganz wenig Geld. Die Interaktion mit dem Ladenpersonal, meine komplexe Gefühlswelt im Inneren des Horrorladens und viele, dutzende Details lasse ich hier der Kürze halber aus. Die Würstel habe ich dann dem hungrigen Praktikanten geschenkt und mich wie ein Perverser gefühlt, der Kinder mit Menschenfleisch füttert.
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Kailoi
20:37Uhr | tag: Anderswo
Die Region von München, in der ich lebe und arbeite ist nicht schön: Fast alle Gebäude hier gehören zu einem großen Automobilhersteller, sind also überwiegend als Werksgelände zu bezeichnen. Das Studentenwohnheim, in dem ich noch vorübergehend wohne, und die Firma, in der ich arbeite, liegen an der selben Straße. Eine Straße, die mir schon bei meinem ersten Besuch in der Stadt deutlich mitteilte, dass spätestens hier die schöne Stadt München aufhört und der nichts sagende, wirtschaftlich genutzte und höchstens von sozialen Randgesellschaften bevölkerte Teil beginnt.
Ich gehe Morgens zur Fuss zur Arbeit - man schont dadurch die Umwelt, fördert die Gesundheit, erspart sich die lästige Suche nach einem Parkplatz und sieht noch etwas natürliches Tageslicht, bevor man für neun Stunden in einem kleinen, aber aufstrebenden Medienunternehmen schuftet.
Die Straße ist groß und lang. Wenn man wie die meisten Leute mit dem Auto darauf entlangfährt, weiß sie nicht gerade mit interessanten Einzelheiten zu begeistern. Erst beim langsamen Wandeln entlang der Häuser offenbaren sich die Geschichten, die sich hier abspielen. Da ist zum Beispiel die vermeintlich letzte Filiale einer großen Geflügelimbisskette, deren Werbeslogan und Brathähnchen vor Unzeiten in aller Munde waren. Soweit ich mich erinnere - und ich bin eindeutig zu faul, die genauen Hintergründe zu recherchieren - gab es einen Finanzskandal, der den Besitzer der Kette und damit auch das ganze Unternehmen zu Grunde richtete. Ich wusste nicht, dass es noch Relikte des besagten Unternehmens gibt und war entsprechend überrascht.
Was mich ebenfalls überraschte, war, dass ich als neugieriger und vor allem abgehärteter Imbissbesucher bisher nicht geschafft habe, diesen Laden zu betreten. Unzählige Besuche in dubiosen Dönerläden und schmierigen Pommesbuden hätten mich nach durchhungerten Mittagspausen auf der Arbeit längst hier hineintreiben müssen. Neben einem rätselhaften, mir völlig neuen Gesundheitsbedürfnis dürfte aber auch der verfallene Gesamteindruck und der penetrante Geruch nach extrem überstrapaziertem Frittierfett ihren Teil zu meiner Entscheidung beitragen.
Über eine weitere Kuriosität an meiner Straße werde ich eventuell bei nächster Gelegenheit berichten.
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Verrückte...
ChrisTel
14:23Uhr | tag: Anderswo
...Welt
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nachgereicht - Paris
kasimir
14:38Uhr | tag: Anderswo
Vor einem Monat war ich in Paris - der Stadt an der Seine... Verbunden mit guten Wünschen für das Neue Jahr an alle Euphorikanten hier ein paar Impressionen (frisch und fast nicht bearbeitet - fotografische Übungen):
als Auftakt!
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Kailoi
08:15Uhr | tag: Anderswo

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Hier ist auch Deutschland
marraine
18:27Uhr | tag: Anderswo
Es lag in der Natur meiner Arbeit, dass ich in den letzten Tagen über viele Gemeindenamen gestolpert bin. In SH gibt es schon lustige Orte, z.B. Meggerdorf, Ekel, Scheppern, Norderstapel, Süderstapel, Tetenhusen, Blomsche Wildnis, Bondelum, Bäk, Bönebüttel, Kuddewörde, Groß Pampau, Damlos, Dollrottfeld, Esgrus, Fitzen, Fleckeby, Kittlitz, Klixbüll, Krummwisch, Kröppelshagen-Fahrendorf, Langballig, Müssen, Nehms, Nordhackstedt (Kai?), Nutteln, Raa-Besenbek (Hallo?), Rabenkirchen-Faulück, Stördorf ... roll-on-floor...
Und dort sollen wir jetzt e-Government einführen. Berechtigte Frage einer Gemeindeverwaltungsdame: "Wozu das denn? Wir haben doch nur 500 Einwohner...und die kennen uns doch."
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der tod in der tüte
+
by Albtraumjaeger (10. Oktober, 10:04)
schade, sonst hätten wir alle
zusammenschmeißen und island kaufen können. ich hätte da schon...
by Albtraumjaeger (9. Oktober, 20:41)
dazu fällt mir der lieblingsspruch
eines arbeitskollegen ein:
da habe ich schon wesentlich kleinere...
by Kailoi (8. Oktober, 21:36)
zum glück habe ich
kein geld mehr, das ich verlieren könnte.
by Kailoi (8. Oktober, 21:32)
fantastisch!
by Kailoi (8. Oktober, 21:31)
...
by Anonymus (8. Oktober, 14:12)
...
by Anonymus (8. Oktober, 10:01)
...
by Anonymus (8. Oktober, 09:38)
München, Westpark
by Kailoi (7. Oktober, 17:34)
Das Optikergespräch steht noch
aus. Ich habe noch genug Ersatzbrillen.
by Kailoi (5. Oktober, 20:35)
Lässt sich einfach umschreiben: Bierzelt
= Abifete in gediegenem Riesenzeltwohnzimmer; große Glastassen statt Plastebecher;...
by Kailoi (5. Oktober, 20:32)
Sie müssen ohnehin mal von
diesem Oktoberfest berichten. War noch nie da, wäre aber...
by Albtraumjaeger (5. Oktober, 20:25)
...
by Anonymus (5. Oktober, 12:50)
So zu lachen ist in
meinem jetzigen Zustand nicht ganz ungefährlich.......
Manmanmanmanman.
Was sagt...
by Schokoqueen (4. Oktober, 10:05)
desch is brutaal!
by Anonymus (1. Oktober, 21:36)
Extremschunkeln 2008
by Kailoi (1. Oktober, 10:36)
Under clouds
by Anonymus (28. September, 12:29)
...
by Anonymus (26. September, 17:47)
Endlich Urlaub! In den letzten
Tagen erreichten mich von Neugier getriebene, zum Teil verzweifelte Emails...
by Kailoi (26. September, 16:47)
Paranoia mix
by Anonymus (24. September, 20:42)
Rückblick Ich habe heute seit
langem mal wieder in unseren alten Beiträgen gestöbert. Wirklich sehr...
by Kailoi (18. September, 22:39)
Members Zum Beispiel ist da
der Typ, den alle den Musiker nennen. Er verlässt fast...
by Kailoi (18. September, 22:35)
Home In die Wohngemeinschaft im
Hochhaus ist sie damals eher zufällig hineingeraten. Nachdem sich ihre...
by Kailoi (18. September, 20:33)
In England
by Anonymus (17. September, 18:16)
:)
by Kailoi (15. September, 10:30)
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