Beitrags-Archiv (Seite 508 von 511)
Montag, 2. Dezember 2002
Der Rest ist...


Manchmal scheint alles wie Zwang Spielräume verschwinden, keine Zeit Druck erzeugt schwache Impulse Verursacht kurzsichtiges Handeln

Der Rest ist eine Phrase Und dennoch: Freiheit ist eine Frage der Befindlichkeiten Kein Resultat eigener Anstrengung Vielmehr eine Einstellung fern jeden Handelns

Sinnlos ist nur die Lethargie Ausdruck der Lebensfeindlichkeit Langeweile im Streit Ratlosigkeit in der Liebe

Wo ein Wille ist, scheiden sich die Geister Labyrinthe werden nicht mehr hingenommen Werden hinweggefegt durch einen kühnen Plan: Das Leben träumen

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Sonntag, 1. Dezember 2002
Der Traum

Wenn es etwas gibt, das absolut gut ist, dann die Liebe. Doch nur der Wille entscheidet über schlechten oder guten Gebrauch. Die Triebfeder der Liebe ist die Suche nach etwas Reinem, etwas Vollkommenen. Wird die Suche nach der Liebe nicht ausschließlich nach Innen betrieben, droht Verrat. Handle autonom, nur dann ist der Weg dein und nur dann wirst du finden, wonach die anderen suchen.

01.12.02, 4:40 Uhr, at Ann-Marie?s

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Samstag, 30. November 2002
Berge und Meer

Man sagt, es gibt Leute, die lieben die Berge und es gibt Leute, die lieben das Meer. Es gibt nat�rlich auch welche, die beides m”gen oder keins von beidem. Aber �ber solche m”chte jetzt nicht schreiben. Denn die m”gen dann meistens sowieso alles oder gar nichts und sind tendenziell Personen, die einen wahnsinnig machen, wenn man sie reden h”rt. Ich mag das Meer. Das Meer kommt und geht, ist aber trotzdem zuverl„ssig dabei. Es ist groá und tief, sein Zustand kann sich innerhalb weniger Augenblicke ver„ndern. Das Meer ist eigendynamisch. Man k”nnte fast sagen, es ist launisch. Ich glaube, dass Leute, die Berge m”gen, K„mpfer sind. Sie haben Ehrfurcht vor der Gr”áe und dem Gewicht von Bergen, aber sie geben erst auf, wenn sie die Giganten aus Stein bezwungen haben. Wenn man etwas von einem Berg haben will, muss man sich auf einen Weg begeben, um es zu bekommen. Man muss klettern oder stundenlang in der Schlange vor der Seilbahn stehen. Am Meer kann man einfach sein. Auf der Spitze eines Berges hat man den šberblick �ber vieles, die Welt erscheint einem ganz klein. Am Rande des Meeres versucht man, die Wellenmuster zu begreifen und die Welt erscheint einem ganz groá. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es viel �ber einen Menschen aussagt, ob er das Meer liebt, oder die Berge.

Was magst Du lieber?

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Donnerstag, 28. November 2002
Piktogramme

Um die aufkeimende Euphorie für das neue Design unserer Seite zu unterstützen, habe ich einige Piktogramme entwickelt. Wenn ihr sie soweit okay findet, werde ich noch ein paar weitere machen.

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Intermezzo

Als Gott den Sekt am Morgen erfunden hatte, dachte er: Scheiße, das ballert ja richtig, gerade, wenn man nichts gegessen hat.

Ähnliche Erfahrungen habe ich jüngst gemacht.

Eine halbe Flasche Hausmarke reicht schon, aber wenn dann der zuständige Prof. mit den Worten:"Aber Herr ObXXX, einen können wa noch!", die Runde erneut eröffnet verschwimmen die Grenzen. Aber "Hallo".

Auf der anderen Seite gibt es keine schönere Erfahrung als leicht auf Strom durch die Halle der Götter zu streifen und die vielen tausend Ameisen bei ihrer Arbeit zu bestauen.

Ein Tost auf Mr. Rawls, Gott möge ihn für würdig befinden.

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Design

Ja, ich weiß, wahrscheinlich habt Ihr erst mal einen ziemlichen Schrecken bekommen, weil ich mal wieder am Design rumgebastelt habe. Aber das alte war auch Scheiße und ich wollte mal was Neues probieren. Leider ist es jetzt so spät, dass ich ins Bett muss, sonst hätte ich's ja noch schön gemacht...

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Mittwoch, 27. November 2002
Die Antwort


Von außen betrachtet war er ein ziemlicher Langweiler. Er ging selten aus, und wenn, dann immer ins selbe Kino oder dieselbe Kneipe. Er ging jeden Tag denselben Weg zur Arbeit, besprach abends mit seiner Frau die gleichen Dinge während sie ein immer recht ähnliches Abendbrot vor dem Fernseher aßen. Dort sahen sie meist die Nachrichten und anschließend vielleicht einen Film. In seinem Inneren jedoch brodelte es seit einiger Zeit, wie er seinen Freunden anvertraute. Es waren nicht viele Freunde, mit denen er sich einmal wöchentlich in seiner Stammkneipe traf (sie waren zu viert), aber sie kannten sich schon so lange, dass er sich mit ihnen manchmal verheirateter vorkam, als mit der Frau, die ihm nun schon 15 Jahre lang das Abendbrot machte. Wenn er vom „Brodeln“ sprach, dann klang das für seine Freunde immer etwas merkwürdig. Denn auch sie waren, von außen betrachtet, ziemliche Langweiler. Was es denn heiße, fragten sie ihn. Doch er konnte es ihnen nicht näher erklären. Ob er vielleicht einfach mal raus müsse aus dem grauen Alltag, fragten sie. Ob er vielleicht mal mit seiner Frau eine große Reise machen wolle. In die Karibik oder auf die Malediven. Schließlich hätten sie sich doch noch nie etwas geleistet. Das müsse doch drin sein. Nein, das sei es nicht, antwortete er. Es sei etwas anderes, etwas, das viel tiefer saß als ein Wunsch nach Urlaub es seiner Einschätzung nach tun würde. Und, so fügte er hinzu, er habe Angst davor. Es sei ihm nicht geheuer. Nachdem er bereits einige Wochen immer wieder davon angefangen hatte und den Rest des Abends schweigend auf sein Glas starrte, forderten ihn seine Freunde auf, diesem „Gefühl“, wie sie es nannten, auf den Grund zu gehen. Er solle sich eine Woche Zeit lassen und bei ihrem nächsten Treffen berichten.

Drei Tage lang saß er abends beim Essen und dachte nach. Die Fragen seiner Frau beantwortete er rein reflexartig wie in einer Trance. Da sie immer über ähnliche Dinge sprachen, bemerkte sie nichts. Erst als er am vierten Tag vom Tisch aufstand und ankündigte, er wolle noch einen Spaziergang machen, wurde sie stutzig. Ob alles in Ordnung mit ihm sei? Ja. Ob sie mitkommen solle? Nein, er wäre bald wieder da. Er griff nach seinem Mantel und ging. Tatsächlich war ihm in den vier Tagen seines Grübelns nichts eingefallen, was dieses ständige Gefühl der Unruhe zu bedeuten haben könnte. Sein Kopf war leer, keinen Gedanken konnte er länger als ein paar Sekunden festhalten, dann verschwand er schon wieder in der Leere. Das Brodeln hingegen war in den letzten Tagen immer stärker geworden, es war der einzige rote Faden in der Leere seines Kopfes. Mal war es wie die Stille vor einem großen Gewitter, die hin und wieder durch leise Donner unterbrochen wird. Mal pulsierte es wie ein immer schneller schlagendes, riesiges Herz. Mal zerrte es an seinem Kopf wie eine Sturmböe an einem Fensterladen rüttelt. Eine Welle leichter Verzweiflung stieg in ihm auf. Er würde seinen Freunden nichts zu sagen haben. Er konnte sich keinen Reim auf seinen Zustand machen.

Als er an einem Zigarettenautomaten vorbeikam, beschloss er, eine Packung zu kaufen. Das hatte er noch nie vorher getan. Doch in seinem Portemonnaie fand er nur Scheine, keine Münzen. Unentschlossen stand er vor dem Automaten. Vielleicht war es ja besser so, dachte er. Die Stimme hinter ihm erschreckte ihn. Er hatte vorher niemanden bemerkt. Doch jetzt sah er einen Mann auf dem Bordstein sitzen, der an einer Hecke lehnte und aus einer Flasche trank. Er müsse einfach den Automaten aufbrechen, sagte der Mann. Er hatte eine raue, tiefe Stimme, und sie klang, als mache er sich lustig über ihn. Das könnte er nicht tun, sagte er, das sei illegal. Dann eben nicht, wenn er sich glücklich dabei fühle, entgegnete der Mann und trank wieder aus seiner Flasche. Nein, glücklich fühlte er sich ganz und gar nicht. Das Brodeln war jetzt zu einem richtigen Kessel-Brodeln angewachsen, es war wie eine riesige Menge heißen Wassers, das kurz vor dem Sieden stand. Was er da trinke, fragte er den Mann. Whisky. Ob er einen Schluck bekommen könne. Natürlich, es koste ihn nur eine Zigarette. Er schaute wieder auf den Automaten und sah sich um. Noch während er darüber nachdachte, wie es sei, wenn er den Automaten aufbrechen würde, hatten seine Hände sich längst entschlossen. Seine Augen blickten suchend nach einem geeigneten Werkzeug, sein Arm brach schließlich einen Kantenstein aus der Umrandung eines Vorgartens heraus und seine Hand ließ ihn gegen den Automaten sausen. Es gab einen gewaltigen Lärm, als der Stein das Glas und das Metall der Vorderseite durchschlug. Dutzende von Zigarettenschachteln purzelten ihm entgegen. Camel ohne bitte, sagte der Mann, der nun aufgestanden war und nachdenklich vor ihm stand. Sie sollten sich lieber aus dem Staub machen, sagte er. Er kenne da eine gute Stelle, wo sie ungestört seien. Aus einer Haustür hörte er Stimmen. Was hatte er getan? In seinem Kopf herrschte Chaos. Er sammelte einige Schachteln ein und stopfte sie in seine Manteltasche. Verwirrt und ängstlich rannte er dem erstaunlich schellen Trinker hinterher.

Einige Minuten später machten sie halt. Er keuchte, bekam kaum Luft. Sie waren an einem Gehölz angekommen, an dem er morgens auf dem Weg zur Arbeit immer vorbeikam. Der Trinker klopfte ihm auf die Schulter und setzte sich auf eine Plastiktüte, die er unter eine Tanne gelegt hatte. Ob er nun einen Schluck haben wollte, fragte er ihn. Ja, gerne. Der Whisky schmeckte scharf, aber aromatisch. Kein billiges Zeug. Der Trinker holte ein Feuerzeug aus seiner Tasche, er selbst öffnete eine Schachtel Zigaretten. Beide rauchten. Als der Qualm seine Lunge erreichte, verspürte er den Drang zu husten, doch hielt er den Mund geschlossen und atmete erst einige Sekunden später wieder aus. Ein angenehmes Kribbeln durchströmte seinen Körper, er schwankte leicht und musste sich setzen. Der Trinker sah ihn durchdringend an. Wie er sich fühle, fragte er. Gut. Beide nahmen einen großen Schluck aus der Flasche. Das Brodeln! Es war noch da, aber es hatte sich wieder verändert. Gleichmäßig und ruhig wie er Motor eines LKW pulsierte es in ihm. Was er jetzt tun wolle, fragte ihn der Trinker. Das weiß ich noch nicht, antwortete er. Es gäbe ein paar Leute, denen er diese Antwort ebenfalls schuldig sei. Noch einmal lies er den Rauch der Zigarette durch seine Lunge strömen. Eigentlich, sagte er, bin ich niemandem etwas schuldig. Er lies sich nach hinten fallen, so dass er auf dem Rücken liegend den wolkenverhangenen Himmel sehen konnte. Zwischen den Wolkenfetzen sah er manchmal das Aufblitzen eines Sternes. Er schloss die Augen. In seinem Inneren fühlte er ein ruhiges, gleichmäßiges Pochen. Gleichzeitig spürte er eine seltsam gedämpfte Traurigkeit. Die Antwort würde ein Abschied sein.

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Dienstag, 26. November 2002
Schlimmerick

Behaupten Sie bloß nicht, sie wissen, warum alle Seile rissen; Der Wind trägt ihn fort, den portablen Abort, und alles hier ist jetzt besch...

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Bauanleitung für einen Zyniker

Es wäre vielleicht einfacher, Teller und Flaschen gegen eine Wand zu schmeissen, laut zu brüllen und um sich zu schlagen - aber vornehm geht bekanntlich die Welt zu Grunde. Um Zyniker zu werden, muss man so ziemlich alles haben, was man zum Leben braucht. Wichtig ist nur, dass etwas Wichtiges fehlt. Man wäre kein guter Zyniker, wenn man je darauf hinweisen würde, was diese zum vollkommenen Glück fehlende Sache sei...

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Kannenwall der Tiere

Neulich in ?nem Comic-Traum, da sitzt auf einem Gummi-Baum, ein wohlgenährter Affe, nebst einer Zwerggiraffe.

Probleme gab's im großen Tal, die Menschen reichlich an der Zahl, beschlossen hier nen Damm zu bauen, die großen Wälder, auch die Auen, verschwänden unter stehend Wasser, das würde nass, vielleicht noch nasser.

Im großen Rat war selbiger teuer, dem Affen war das nicht geheuer, sein Plan zur Lösung dieser Lage, war vorerst eine Mückenplage.

„Bekloppt bist Du, Du Menschenaffe, die Lösung liegt in ner Karaffe.“ Das Nashorn sprach’s und alle lachten, eine Karaffe sollte’s sein? Doch nach ner Zeit wo alle dachten, wir saufen ab und gehen ein, verschaffte sich Gehör die Eule, vom Football gestern noch ne Beule.

Karaffen, Kannen, Tassen, Wannen, Gläser, Schalen, Töpfe, Pfannen, versperren nun auf allen Wegen, die Zufahrt für das überlegen Menschenvolk mit den Maschinen, die prinzipiell bloß dazu dienen, Natur zu knechten.

Im Tal der Tiere wird seitdem, gefeiert jede zweite Nacht, wo doch ein kleines Opfer jedes Tieres, jede Menge Schutz gebracht.

Neulich in ?nem Comic-Traum, da sitzt auf einem Gummi-Baum, ein wohlgenährter Affe, nebst einer Zwerggiraffe. Sie wollten trinken einen Tee, doch leider, ach, herrjemine, im Schrank, fehlt alles, nur noch kahl: Bau niemals einen Kannenwal(l)!

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Matze macht Märchen https://beffana.net/blog/2021/12/01/beffana-2021-staffel-6-folge-1-der-rattenkoenig/
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danke. hat mich gefreut!
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#thismorningwalk
by Anonymus (13.06.20, 12:08)
Uuuuund... noch'n Podcast hier: https://im-moor.net
(kann man ruhig hören. ist seehehr gut))
by Albtraumjaeger (13.04.20, 18:12)
Weihnachtshexe Beffaná FYI Ich hab
einige Songs meiner diesjährigen 24-teiligen-Podcast-Serie über die Weihnachtshexe Beffaná in...
by Albtraumjaeger (07.01.20, 17:41)
Habs mir gerade angehört.
Cooler Text. Frohes Neues!
by Albtraumjaeger (02.01.20, 09:39)
Brückengeländer
by Anonymus (31.12.19, 13:27)
:)
by Anonymus (31.12.19, 13:24)
Farbe ist meine Welt
by ChrisTel (23.12.19, 00:13)
Respekt Was sind das für
Wesen, die von hinter ihrem Zaun aus 2 Zentimeter Entfernung...
by marraine (11.12.19, 14:08)
👍🤗
by Albtraumjaeger (06.12.19, 14:58)
Update 6.12 Ich habe
mich entschlossen, den ganzen Kram einfach wieder in Ordnung zu...
by marraine (06.12.19, 14:47)
Ach du fuck! Ichhab gestern
Abend aus einer Laune heraus Lotto gespielt. Wenn ich...
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Advent, Advent Ich versuche ja
geduldig zu sein, Erwachsen und einsichtig, ruhig und gelassen, die...
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Jean-Luca
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Vielleicht tröstet dich neben diesem
"Ich werde alt"-Gefühl auch die Einsicht, dass die Schwelle...
by Kailoi (01.10.19, 12:29)
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